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Uwe Hübner und Nino de Angelo: 36 Jahre zwischen ZDF-Hitparade und Facebook

Uwe Hübner und Nino de Angelo verbindet eine Geschichte, die 1990 im Fernsehstudio begann. Am Dienstag, dem 18. August 2026, um 8:42 Uhr, hat der frühere Moderator der »ZDF-Hitparade« auf seinem privaten Facebook-Profil einen langen Text über den Sänger veröffentlicht – ein Text, der lobt und rügt, und zwar in derselben Bewegung.

Angefangen hat es am 10. Januar 1990

Am 10. Januar 1990 übernahm Uwe Hübner die »ZDF-Hitparade« von Viktor Worms. Bis zur letzten Ausgabe am 16. Dezember 2000 moderierte er die Sendung – knapp elf Jahre, in denen auch Nino de Angelo bei ihm auf der Bühne stand, unter anderem am 9. September 2000 mit »Schwindelfrei«. Sein damaliges Urteil führt Hübner in dem Facebook-Beitrag selbst an: »Schon in meiner ›ZDF-Hitparade‹ verkündigte ich: Der Mann hat die geilste Stimme Deutschlands. Bei dieser Aussage von damals bleibe ich.«

Der Anlass: eine Selbsteinschätzung im Netz

Auslöser des Beitrags war eine Meldung über de Angelo selbst. »Man kann im Netz lesen, er habe sich selbst ›den besten Sänger und Entertainer Deutschlands‹ genannt«, schreibt Hübner. »Wenn wirklich gesagt: Große Ansage. Über den Entertainer kann man streiten. Aber bei der Stimme? Da bin ich mir seit Jahrzehnten einig.« De Angelo hatte sich Anfang August 2026 auf Instagram entsprechend geäußert; das Portal Promiflash berichtete darüber am 7. August 2026.

Die Kritik gilt 2015 – nicht der aktuellen Ausgabe

Der zweite Teil des Beitrags ist deutlich schärfer. »Doch bei ›Promi Big Brother‹ war selbst ich fassungslos. Da dachte ich nur: Nino, was machst du da? Kindisch, völlig drüber – viele Fans waren verunsichert. Ich auch.«

Wichtig zur Einordnung: Gemeint ist die dritte Staffel von »Promi Big Brother« im Jahr 2015. Nino de Angelo zog am 14. August 2015 ein, verließ das Haus am 28. August 2015 und wurde Dritter. Mit der aktuellen Ausgabe der Sendung hat Hübners Kritik nichts zu tun.

Auch de Angelos Verhältnis zum Schlager kommt vor: »Und als er dann den Schlager fast schon verteufelte, später aber wieder dessen große Bühnen nutzte, dachte ich ebenfalls: Ja, was denn nun?«

»Trotzdem habe ich seine Kunst immer verteidigt«

Zwischen Lob und Rüge steht der persönliche Teil. »Später durfte ich Nino persönlich und näher kennenlernen. Und habe viel gehört. Schöne Dinge. Schwierige Dinge. Wenn man in Köln lebt, erfährt man mehr, als einem manchmal lieb ist. Trotzdem habe ich seine Kunst immer verteidigt.«

Hübner nennt auch, was ihm gefällt: »Wenn er laut und mutig gegen fragwürdige Mechanismen in den Charts schießt. Wenn er ausspricht, was andere nur hinter vorgehaltener Hand sagen.«

Zum Album »Vivi la Vita« wird er eindeutig

Beim aktuellen Italo-Album des Sängers, das am 12. Juni 2026 erschienen ist, fällt das Urteil ohne Einschränkung aus: »Und jetzt dieses neue Album! Leute, das Ding ist richtig, richtig klasse. Nicht ›für sein Alter ok‹. Nicht ›ganz ordentlich‹. Nein: Richtig klasse! Diese Stimme ist da. Diese Kraft. Dieses Gefühl. Das packt mich einfach. Als Italo-Freak sowieso.«

Das Fazit fällt versöhnlich aus

Am Ende wünscht Hübner dem Sänger »von Herzen, dass jetzt noch einmal ein echt geiles, großes und möglichst langes Kapitel beginnt«. Und er zieht eine Bilanz, die beides zusammenhält: »Ich will ihn nicht heiligsprechen. Aber ich will ihn auch nicht nur auf seine Eskapaden reduzieren. Nino kann begeistern, nerven, enttäuschen – und dann singt er, und verdammt noch mal, alles ist wieder da.« Für ihn bleibe de Angelo »eine der widersprüchlichsten, aber auch glänzendsten Künstlerpersönlichkeiten Deutschlands«.

Der Beitrag endet mit einer Frage an die Leserinnen und Leser: »Wie seht Ihr das?«

Quelle: öffentlicher Beitrag von Uwe Hübner auf seinem Facebook-Profil (facebook.com/uwe.hubner.3) vom 18. August 2026, 8:42 Uhr; wir haben den Originalbeitrag selbst geprüft und zitieren im Wortlaut. Angaben zur »ZDF-Hitparade« (Moderation Uwe Hübner vom 10. Januar 1990 bis zur letzten Sendung am 16. Dezember 2000) und zu »Promi Big Brother«, Staffel 3 (Einzug 14. August 2015, Auszug 28. August 2015, dritter Platz). Zur Selbsteinschätzung de Angelos: Promiflash, 7. August 2026. Das Album »Vivi la Vita« erschien am 12. Juni 2026.

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