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Norbert Rier und die Herausforderung nach der Herz-OP

Nach einer Herzoperation und weiteren gesundheitlichen Rückschlägen im vergangenen Jahr hat sich Norbert Rier, der Frontmann der Kastelruther Spatzen, viel vorgenommen: weniger Stress, mehr Ruhepausen und ein entschleunigter Lebensstil sollten künftig den Alltag des Sängers prägen. Doch ein Jahr später fällt seine persönliche Bilanz nüchtern aus. Gegenüber einem Schlager-Magazin erklärte der Südtiroler Sänger, wie schnell gute Absichten im Trubel eines Tourneeplans in Vergessenheit geraten. „Wenn’s wieder einigermaßen geht, wird’s schnell vergessen“, gab Rier offen zu.

Hinter Rier liegt eine turbulente Zeit mit mehreren gesundheitlichen Eingriffen. Begonnen hatte es im Sommer 2025 mit einem leichten Schlaganfall, kurze Zeit später wurde ein Leistenbruch diagnostiziert. Schließlich musste im Oktober desselben Jahres eine bereits 2017 eingesetzte Herzklappe erneut ausgetauscht werden. Die Rehabilitation nutzte die Band für eine familiäre Lösung: Bei einzelnen Terminen übernahm sein Sohn Alexander Rier das Mikrofon – wie wir berichteten. Norbert Riers Rückkehr auf die Bühne beschrieb er selbst als emotionalen Meilenstein. Seit Februar 2026 ist er wieder festes Mitglied der Besetzung, unter anderem beim 40. Kastelruther Spatzenfest im Oktober. Bei diesem Jubiläumsauftritt zeigte sich der Sänger wieder in alter Form.

Intensive Zeit und ein eng getakteter Terminkalender

Die Rückkehr ins Rampenlicht nach der Herzoperation verlief für Norbert Rier nicht ohne Herausforderungen. Auch wenn der Sänger betonte, dass innerhalb der Band aufeinander geachtet werde, hält der prall gefüllte Kalender wenig Spielraum bereit. So absolvierte die Gruppe allein vor ihrem großen Spatzenfest im Oktober bis zu vier Konzerte pro Woche. Orte wie Osnabrück, Lübeck oder Rostock gehörten zu den Destinationen, an denen ihre Fans wieder mitreißende Auftritte erleben konnten. Dennoch gesteht Rier, dass solch ein Pensum – nach seiner Vorgeschichte – eigentlich eine Pause verdient hätte. Doch seine Freude an der Bühne scheint den Takt vorzugeben.

Ein großer Fokus liegt auch weiter auf der Gesundheit, nicht nur seiner eigenen, sondern der gesamten Band. Denn wie Rier betont, ist nicht nur er von den Jahren gezeichnet: Der jüngste Musiker der Spatzen, Rudi, ist ebenfalls über sechzig. Gleichzeitig vermeidet Rier Sonderbehandlungen – selbst nach allem, was er durchgemacht hat. „Ich kann auch nicht verlangen, dass alle sich nur nach mir richten“, erklärte er dazu im Interview.

Mit der bevorstehenden „DolomitenSchatz“-Tour, die am 5. November 2026 starten soll, bleibt der Terminkalender der Spatzen weiterhin prall gefüllt. Ob Norbert Rier diesmal genauer auf sein eigenes Tempo achtet, bleibt abzuwarten. Doch aus seinen bisherigen Aussagen lässt sich schließen, dass er trotz aller Vorsätze die Leidenschaft für die Musik immer über alles stellt.

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