Unmittelbar vor der Premiere seines langersehnten Musicals „Zeppelin“ im Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen treffen erneut besorgniserregende Nachrichten ein: Der bekannte Komponist Ralph Siegel befindet sich wieder in medizinischer Behandlung. Der 81-Jährige, der gesundheitlich schwer gezeichnet ist, könnte daher am 22. Oktober 2026 womöglich nicht persönlich bei der Erstaufführung anwesend sein.
Dieser neuerliche Rückschlag rückt ein wichtiges Lebensprojekt Siegels in ein unsicheres Licht. Das Musical erzählt die packende Geschichte des Luftschiff-Pioniers Ferdinand von Zeppelin und thematisiert tragisch das Ende der „Hindenburg“. Für den Komponisten sollte die Premiere zugleich ein symbolisches Comeback nach einem schwierigen gesundheitlichen Jahr darstellen.
Der Sommer 2026 forderte Ralph Siegels Gesundheit enorm: Nach einer schweren Lungenentzündung verbrachte er insgesamt 18 Tage im künstlichen Koma. Damals schilderte er, nur knapp dem Tod entronnen zu sein. Trotz Rehabilitation am Tegernsee bleibt sein Zustand weiterhin labil, wie wir berichteten. Vor dem Koma hatte Siegel bereits mit chronischer Polyneuropathie, wiederkehrendem Prostatakrebs und Herzproblemen zu kämpfen. Das enge familiäre Umfeld, darunter Ehefrau Laura Käfer und seine drei Töchter Giulia, Marcella und Alana, stand ihm in dieser schwierigen Zeit zur Seite.
„Er atmet selbstständig“
Die Nachricht über Siegels erneuten Klinikaufenthalt wurde mittlerweile durch verschiedene Medien wie „Bunte“ und RTL bestätigt. Laut seinem langjährigen Büroleiter Walter Wicha liegt der Komponist zwar nicht im künstlichen Koma, jedoch benötigt er weiterhin medizinische Betreuung. Wicha betonte, dass Siegel aktuell „selbstständig atmet“ und seine jüngste Tochter sowie Ehefrau an seiner Seite sind. Zu den genauen Hintergründen des erneuten Krankenhausaufenthalts und der Klinik schweigen die Verantwortlichen bisher.
Siegel selbst hatte in den Wochen vor der Premiere mehrfach betont, wie wichtig ihm die Aufführung von „Zeppelin“ sei. Er erklärte sogar, dass er im Fall der Fälle auch im Rollstuhl seinen Platz im Publikum einnehmen würde, sofern es gesundheitlich möglich sei. Ob ihm dieser Wunsch in wenigen Tagen erfüllt wird, steht weiterhin in den Sternen. Fest geplant ist, dass das Musical bis Mitte November 2026 in Füssen aufgeführt wird.



