Heute vor genau 50 Jahren erschien in Schweden eine Single, die alles überdauern sollte: »Dancing Queen« von ABBA. 16 Länder, Platz eins – und in den USA der einzige Nummer-eins-Hit, den die Band je hatte. Wie gut kennen Sie den Song wirklich? Machen Sie den Test.
Angefangen hatte alles am 4. August 1975 im Glen Studio in Stockholm, unter dem Arbeitstitel »Boogaloo«. Benny Andersson und Björn Ulvaeus holten sich das Gefühl für den Groove bei George McCraes Disco-Hit »Rock Your Baby«, dazu kamen Schlagzeug-Ideen von einem Dr.-John-Album. Der Song entstand ungewöhnlich langsam: Gesang im September 1975, letzte Overdubs bis in den Dezember. Als Anni-Frid Lyngstad das fertige Playback zum ersten Mal hörte, weinte sie.
Fertig war das Lied früh – veröffentlicht wurde es trotzdem erst spät. Manager Stig Anderson schob im März 1976 die Ballade »Fernando« davor. »Dancing Queen« musste warten.
Die Legende von der Königin
Die erste öffentliche Aufführung war am 18. Juni 1976 in der Königlichen Oper in Stockholm, bei der Fernsehgala am Vorabend der Hochzeit von König Carl XVI. Gustaf und Silvia Sommerlath. Der Song wurde der künftigen Königin zu Ehren gespielt – geschrieben wurde er aber nicht für sie. Das ist bis heute die hartnäckigste Legende um das Lied.
Am 16. August 1976 kam die Single in Schweden heraus. Danach ging alles schnell: Nummer eins in Schweden, Deutschland, Österreich, Großbritannien, Australien, den Niederlanden, Belgien, Kanada, Neuseeland. Im April 1977 stand ABBA damit auch in den USA an der Spitze der Billboard-Charts – ein einziges Mal in der gesamten Bandgeschichte. 2015 kam der Song in die Grammy Hall of Fame, 2024 nahm die US-Kongressbibliothek die Aufnahme in ihr National Recording Registry auf.
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Zehn Fragen, eine Antwort pro Frage, die Auflösung erscheint sofort. Ehrlich bleiben – geraten wird ohne Suchmaschine.
Zum Jubiläum noch einmal auf Vinyl
Zum 50. Geburtstag ist der Song am 14. August 2026 noch einmal als limitierte 10-Zoll-Vinyl erschienen, neu gemastert in den Abbey Road Studios – in schwarzem Vinyl und als glitzernde Sonderpressung, auf der B-Seite die spanische Fassung »La Reina Del Baile«. Gefeiert wurde in Berlin auf dem Holzmarkt-Gelände, mit Tanz, Aktionen und der nach eigenen Angaben »kleinsten Diskothek der Welt«.
100 Schläge pro Minute, deutlich langsamer als der übliche Disco-Takt jener Jahre – und trotzdem geht bei den ersten Klaviertönen bis heute jeder Saal mit.





